Die durch die Finanzkrise ausgelöste Weltwirtschaftskrise führte in den zurückliegenden Monaten dazu, dass viele Unternehmen, darunter auch solche mit bekannten Namen, Insolvenz anmelden mussten.

Für mich ist ein Unternehmen ein lebendiges Gebilde, das wie jedes Leben dem Zyklus des Werdens, des Seins und des Vergehens unterliegt. Auch Joseph Schumpeters „Theorie der schöpferische Zerstörung“ beinhaltet, dass auf den Ruinen des Alten Neues aufgebaut wird.

Für die Wirtschaft bedeutet dies, dass permanent neue Unternehmen gegründet werden müssen. Aus meiner Arbeit an der Universität Karlsruhe, wo ich das Interfakultative Institut für Entrepreneurship aufgebaut habe, weiß ich, dass es viele, viele junge Menschen gibt, die sich mit dem Thema Selbstständigkeit befassen, Businesspläne entwickeln und den Schritt in die eigene Selbstständigkeit wagen.

Wichtig beim Erarbeiten dieser Businesspläne ist, sich realistische Ziele zu erarbeiten und dabei die eigenen Ressourcen auf vernünftige Weise mit einzubeziehen. Die wichtigste Eigenschaft jedoch ist: Unternehmensgründer müssen den unbändigen Willen zum Erfolg, Freude an der Arbeit, Zähigkeit, Ausdauer und die Bereitschaft mitbringen, unter Umständen in den ersten Jahren die persönliche Freizeit weit in den Hintergrund zu rücken und einen Lebenspartner, eine Lebenspartnerin zu haben, die großes Verständnis für diese Arbeit mitbringt und den Weg mitzugehen bereit ist. Sind diese Voraussetzungen gegeben, dann steht einem erfolgreichen Schritt in die Selbstständigkeit kaum noch etwas im Wege.

Allen Besuchern des Startup Days wünsche ich viele Anregungen und für die eigene berufliche Karriere alles Gute und viel Erfolg.

Reinhold Würth

Bookmark and Share